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Lundaebyargheret ist nach dem Ort Lundenberg benannt,
welches nicht auf einen Personennamen zurück-geführt
wird. Lund, Lunden wird als dän. Hain, Wäldchen,
Gehölz oder als fries. Lünn = sandige, landwirtschaftlich
genutzte Gegend erklärt.(27*)
Die Pylwaermheret ist nach dem
Ort mit der Thingstätte benannt, nämlich Pellworm,
den es bei der Hardenbildung wohl schon gab. Wie die
anderen Orte oder Harden wird der Name nicht von einem
Personennamen abzuleiten sein, sondern von einer topographischen
Besonderheit, seiner Lage. Pellworm lag am Südwestrand
des Strands, wird also, wenn die Siedler nicht mit Schiffen
kamen, später als die östlicheren Gebiete
besiedelt worden sein, und in den meernahen Gegenden
wird möglicherweise schon sehr bald Deichbau nötig
gewesen sein. Diese Eigenart des Siedlungsortes könnte
die Ableitungen des Namens von Pfahlwehr oder vom Grenzort
am Wasser bestätigen.
Hier mag auch der Grund für
die unterschiedliche Schreibweise der ersten Silbe,
Pil und Pel, liegen. Im Niederdeutschen bezeichnet das
Wort „piler” einen Pfeiler. Der Dithmarscher
Chronist Neocorus berichtet unter dem Ort Meldorf von
dem Geschlecht „De Pilsen, ein upstaende Pile
im blawen Velde. Tho Elpersbuttel.(28*) In einer Urkunde
aus dem Jahr 1565, in der es um die Eindeichung des
Vorlands der Balumer Bucht nördlich des heutigen
Johann-Heimreich-Koogs geht, wird von Paelschlegern,
das sind Deichaufseher, gesprochen, und welchen Ausgleich
sie für diesen Dienst bekommen sollen, „...
so lange se Pael geschlagen hebben ....(29*)
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