II.
GRUNDBEGRIFFE
Im folgenden werden einige Begriffe
erläutert, auf die man immer wieder trifft, und
deren Herleitung nicht sofort erkennbar ist.
Deich
Anton Heimreich:
„Und weiln der mehrertheil
dieser gegend nidriger ist, denn das meer, besonders
wenn sich dasselbe ein wenig durch die fluth erhebet,
als welches vielleicht vormals nichtes anders, als die
see, und dessen schlag oder schlick maggewesen sein,
wie dahin Plinius klärlich deutet, so hat es wider
dem täglichen wüten des meers keinen anderen
schutz, als die auff etliche eilen hoch von erde auffegeführte
wallen die man von derselben dicke die dieke oder teiche,
oder vielleicht vom Griech(i)schen Wort reim (teichae)
(so eine maur heisset) hat genahmet, welche teiche von
aussen allmehlich sein zugespitzet, und mit reith oder
stroh werden gedecket, damit sie die wellen des meers
desto besser mögen abhalten. "(30*)
Dagegen wird eingewandt, daß
das fries. Wort für dick tjock sei und das für
Deich dick. Vielmehr komme wohl Deich (oder wie man
früher sagte „Teich”) von angels. dic,
von dician = graben. Die Bezeichnung Deich wurde zunächst
für das gegrabene Loch (also Teich, Graben, Kanal)
verwendet, später für den durch das Ausgraben
aufgeworfenen Erdwall.(31*)
Demat
Ein Land- oder Flächenmaß.
1 Demat entspricht 0,493 Hektar.
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