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Deutungen in der Literatur. Wo dies der Fall ist, werden
sie nebeneinander gestellt, auch wenn sie sich widersprechen.
Manche der aufgenommenen Namensinterpretationen sind
wohl eher in die Kategorie Phantasie oder Wunschdenken
einzuordnen. Sie werden trotzdem aufgeführt, auch
auf die Gefahr hin, daß falsche Deutungen weitertradiert
werden. Der Grund ist ein historischer, da manche Interpretationen
den Kenntnis-stand der Ortsnamenforschung ihrer Zeit
oder den der mündlichen Überlieferung widerspiegeln
und so nicht der Vergessenheit anheimfallen.
Die Geschichte des Herzogtums Schleswig
ist geprägt von wechselnden Herrschafts- und Sprachverhältnissen.
Im alten Strand und auf dem nach der Flut von 1362 davon
übriggebliebenen Alt-Nordstrand wurde wohl von
jeher Friesisch oder Friesisch-Deutsch gesprochen. Seit
dem 14. Jahrhundert wurde Niederdeutsch Amtssprache.
Durch die Einwanderung von Dänen aus Jütland,
die als Landarbeiter tätig waren, aber durch Einheirat
Landbesitzer wurden, gab es einen dänischen Einfluß
auf die Sprache, wie ebenso durch Holländer, die
beim Deichbau tätig waren, die Sprache beeinflußt
wurde. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde dann das Friesische
durch eine verstärkte Einwanderung von Menschen
besonders aus Holstein und Niedersachsen, vielleicht
auch aus Süddeutschland, fast völlig durch
das Niederdeutsche verdrängt. Seitdem wird auf
der Insel Niederdeutsch, also Plattdeutsch, und Hochdeutsch
gesprochen.
Hochdeutsch wurde bereits am Anfang
des 17. Jahrhunderts im Herzogtum Schleswig zwangsweise
als Kirchen- und Schulsprache eingeführt. Es war
aber wohl ein plattdeutsch eingefärbtes Hochdeutsch.
Ebenso hat
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