| Schütting,
Westerschütting, Osterschütting
Es sind Mitteldeiche zwischen Altem
Koog, Westerkoog und Großem Koog.
Eine Deutung meint, dort sei wohl
ein Schiittkawen gewesen, worunter man eine Einfriedung
zur Unterbringung von entlaufenem Vieh verstand, oder
ein Schotting, eine Sperrvorrichtung, wodurch das Entlaufen
von Vieh verhindert wird. Von niederd. schütten,
inschütten = schützen von fries. schotte =
einsperren, versperren, (zum Schutz) verhaften.(118*)
Auch die neuere Forschung leitet die Ortsnamen Schüttung
und Schüttingsdeich in Dithmarschen aus niederd.
Schütting, Schütten von einer solchen Einfriedung
ab. ' (119*) Der Pellwormer Ausdruck dafür ist
aber eher „Schütthock”, von Hock =
Stall.
Andererseits bedeute frühneuhochd.
Schütte: Außen-werk, Anschwemmung, alluviale
(durch Ströme angeschwemmte, abgelagerte) Insel.(120*)
Dazu paßt eine andere Deutung, die den Begriff
ableitet von schüttinge = Abdämmung, Staudamm.
Wobei auch hier auf den oben erwähnten Schüttingsdiek
bei Tielenhemme hingewiesen wird.(121*) Es finden sich
weiterhin die Ortsangabe „wohn-haft auf der Schütting"(122*)
und der Eintrag in einer Karte von 1832 „bei der
Schüttung"(123*).
Nach der Sturmflut 1634 wurden
durch Deichbrüche in den Kögen entstandene
Priele mit festem Holz, Brettern, Busch, Stroh und Erde
zugeschüttet und abgedämmt und häufig
beiderseits des Priels noch niedrige Dämme errichtet.
Solche Absperrungen wurden damals Schüttinge genannt.(124*)
Bei der Wiedereindeichung des Alten
Koogs 1635/37 auf Pellworm konnte zunächst nur
der nördl. Teil wiedergewonnen werden. Dazu wurde
eine „Schütting” vom
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