| Pellworm
wird aber der Rotschenkel als Täter benannt, und
den sieht man in diesem Gebiet sehr häufig, denn
die geringe Besiedlung und die Leegwiesen kommen dem Lebensraum
des Rotschenkels sehr entgegen. Unter
tütern, tüdern oder antütern versteht
man aber auch das Anbinden von Vieh. Früher wurden
zwei Schafe mit einem Strick oder einer Kette (fries.
Lank), dem Tüder, angebunden. Dieser wurde wiederum
an einem großen Nagel, der in die Erde geschlagen
wird, befestigt. Dadurch ist Fläche, welche die
Tiere beweiden können, durch die Länge des
Stricks begrenzt, und sie konnten nicht fortlaufen und
z.B. Schäden auf den Ackerflächen anrichten.
Sollte es aber statt Tüterland
eigentlich Tütterland hei-ßen, so könnte
es sich um das Land des Tütte, einer Kurzform von
Dietrich oder niederd. Diedrik entsprechend Tiedeke
oder Tüdeke, handeln.162 Es müßte dann
allerdings ein sehr alter Name sein. Im Verlauf der
Straße gab es (vor 1362) einen Deich, von dessen
Bau und dem Aufwerfen der Warften das anliegende Leegland
herrühren könnte. Es gab auch eine stärkere
Besiedlung als heute, woran z. B. die „Haubargswarft”
südwestlich der Straße erinnert.
Ütermarkerweg
Der Weg führt vom Siel durch
den Utermarkerkoog zum Bupheverkoog, der entweder nach
dem Koog oder nach Peter Utermark, der den Koog 1672
wiedereingedeicht hatte, benannt wird.
In der Salchow-Karte heißt
er „der Koegs Weg.( Dies war ein häufig verwendeter
Name für Wege innerhalb eines Koogs.
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