| Die
Hever mit ihren Nebenarmen war für die Einwohner
dieses Landes immer ein wichtiger Strom, sei es als
schiff-bares Gewässer für den Handel und die
Fischerei, sei es als große Gefahr bei hohen Sturmfluten.
Es finden sich auf heutigen Seekarten: Alte Hever, Mittelhever,
Süderhever, Norderhever, Heversteert und der Heverstrom.
Für Pellworm wichtig ist hauptsächlich die
Norderhever, auch „Pellwormer Tief” genannt,
die sich als Meeresstrom und Fahrwasser von der offenen
Nordsee kommend südlich an Süderoogsand vorbei
zwischen Pellworm und Südfall bis etwa Nordstrandischmoor
hin erstreckt.
Dieser Meeresstrom heißt
in der Barensz-Karte „Het Val”, holl. der
Fall und in der Mejer-Karte „Fall deep”.
Eine Deutung meint, der Name käme von einem untergegangenen
Ort Falum, von Wasserfall oder angels. fald = Hürde.(204*)
Es dürfte aber eher umgekehrt sein, und der Name
des Ortes von dem Stromnamen herrühren.
Hooge
Die Hallig heiße niederd.
de Hooch, nordfries. de Huuge und mittelniederd. de
Hoge (och) = die hohe (Insel). Andere Namen sind: van
deme Hoge oder nur Hoge. (205*) Da Hooge früher
mit Pellworm landfest war und infolge der Sedimentation
höher liegt als Pellworm, sagte man wahrscheinlich
zu dem Gebiet von Hooge „op dat Hooge” oder
„up dat Hooge” im Gegensatz zu „dat
Leege”, dem niedrigen Pellworm.(206*)
Langeneß
Die Hallig ist durch das Zusammenwachsen
der früheren Einzelhalligen Langeneß, Nordmarsch
und Butwehl entstanden.
|