Herzmuschel

Schlickwatt und Sandwatt meiden
sie, aber im Mischwatt leben sie 1-3 cm tief eingegraben.
Kleine ovale Löcher verursachen ihre Siphos auf
dem Wattboden, wenn sie Wasser durch die Einströmöffnung
saugen, um Sauer-stoff aufzunehmen und Nahrung herauszufiltern.
Eine zweijährige Herzmuschel filtert jede Stunde
0,5 l Wasser. Alle Muscheln zusammen filtern in wenigen
Wochen einmal das gesamte Wasser des Wattenmeeres. Kotpillen,
die mit dem verbrauchten Wasser in fingerlangen Fontänen
ausgeschieden werden, erhöhen das Watt bei Büsum
in drei Tagen um einen Millimeter. Beim Trockenfallen
angesaugte Bläschen zerplatzen beim Austreten und
sind als knisterndes Geräusch - Wattsingen - zu
hören. Zeigen ihre Schalen zwei oder mehr Jahresringe,
können sie ihre zweite Lebenshälfte in relativer
Sicherheit vor ihren Fressfeinden verbringen.
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