Miesmuschel

Mehr als 20 Millionen Eier aus
jeder einzelnen Miesmuschel. Sie siedelt, anders als
alle anderen Muscheln, auf dem Wattboden in Muschelbänken.
Ihr fehlen Grabfuß und Siphos, so daß ein
Eingraben im Boden nicht möglich und sogar fatal
wäre. Dafür ist sie in der Lage, mit einer
Drüse sogenannte Byssusfäden zu produzieren,
mit denen sie sich an feste Untergründe heften
kann. Eine Miesmuschelbank stellt eine Lebens-gemeinschaft
dar, die viel artenreicher ist als die besiedelten Schlick-
und Sandflächen. In ihrer Gesellschaft leben Seepocke,
Strandschnecke, Käfer-schnecke, Pantoffelschnecke,
Flohkrebs, Sandkrabbe, Borstenwurm und viele andere.
In der Erzeugung tierischer Biomasse steht die Miesmuschel
an vorderster Stelle unter den Bodentieren der Wattfauna.
Ihre Feinde sind neben den menschlichen Feinschmeckern
die Seesterne, Austernfischer, Möwen und besonders
Eiderenten, von denen jede täglich mindestens ihre
2 Kilogramm Muscheln verspeist.
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